Wir über uns
Apothekenberufe
PKA-Ausbildung
Pharmazeuten im Praktikum
Stellenmarkt
Notdienst
cpk-Punkte
Mitglied werden
Anmeldung Fort- u. Weiterbildung
Service für Mitglieder:
Benutzername:
Kennwort:

Kennwort vergessen
Start Presse Kontakt
Detailsuche

Presse
Übersicht  >>  Pressemeldung

 
Jeder fünfte Berliner braucht fünf oder mehr verschiedene Medikamente – Apotheker wegen Wechselwirkungen kontaktieren    (30.06.2010)
 
Fast jeder fünfte Berliner hat im vergangenen Jahr fünf oder mehr unterschiedliche Wirkstoffe verschrieben bekommen. Insgesamt erhielten rund 650.000 Patienten und damit ein Viertel der Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse eine Mehrfachmedikation. Das wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) im Auftrag der Bundesapothekerkammer (BAK) aus. Für 8 Prozent der Versicherten – und damit rund 240.000 Berliner – verordneten Ärzte sogar elf oder mehr verschiedene Wirkstoffe.

Mit der Anzahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe steigt auch das Risiko für Wechselwirkungen. „Besonders wenn verschiedene Ärzte Medikamente verordnen, kann nur der Apotheker Wechselwirkungen erkennen und mögliche Probleme gemeinsam mit dem verordnenden Arzt lösen“, sagt Dr. Christian Belgardt, Präsident der Apothekerkammer Berlin.

Der Apotheker kann allerdings nur dann die relevanten Wechselwirkungen erkennen, wenn er einen Überblick über alle eingenommenen Medikamente hat – auch die der Selbstmedikation oder zusätzlich privat verordnete Medikamente, wie zum Beispiel die Antibabypille. Belgardt: „Mein Rat an Patienten: Berichten Sie Ihrem Apotheker von allen Präparaten, die sie einnehmen. Nur wenn Patienten, Ärzte und Apotheker eng zusammenarbeiten, ist die Arzneimitteltherapie sicher.“


Das DAPI wertete Rezeptdaten für das Jahr 2009 aus für alle GKV-Versicherten. Bundesweit lösten mehr als 80 Prozent der Versicherten mindestens eine Rezept in einer Apotheke ein. In Berlin brauchten 42 Prozent der Versicherten einen, 18 Prozent zwei rezeptpflichtige Wirkstoffe. Drei Wirkstoffe verordneten Ärzte für 11 Prozent, vier für 6 Prozent ihrer Patienten. Bei dieser Auswertung konnten Wirkstoffe aus der Selbstmedikation und von Privatrezepten nicht erfasst werden. Angaben zum Alter der Patienten sind nicht möglich.

 
Zurück

 
nichtdurchsuchen
 
 
 
© Apothekerkammer Berlin 2008  Impressum