Erläuterungen und Informationen zur Legitimation, Entnahme und Abrechnung

Gemäß § 15 Abs. 2 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) müssen die dort genannten Arzneimittel entweder in der öffentlichen Apotheke vorrätig gehalten werden oder es muss sichergestellt sein, dass sie kurzfristig beschafft werden können. Da es sich dabei um Arzneimittel handelt, die nur selten benötigt werden, hatte die Apothekerkammer Berlin für die Apotheken im Land Berlin ein Notfalldepot eingerichtet, das von der Apotheke der Charité Campus Virchow-Klinikum und der Zentralapotheke des Vivantes Klinikum Neukölln betrieben wurde. Die langjährige Kooperation wurde von beiden Kliniken zum 31.12.2019 beendet.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Landesapothekerkammer Brandenburg und der NOWEDA e.G. eine für die öffentlichen Apothekerinnen und Apotheker beider Bundesländer tragfähige und effiziente Lösung gefunden haben, um die Lücke zu schließen. Zum 01.01.2020 wird die NOWEDA e.G. gemäß einer Vereinbarung mit der Apothekerkammer Berlin und der Landesapothekerkammer Brandenburg ein Lager mit den Arzneimitteln nach § 15 Abs. 2 Nr. 1 bis 10 ApBetrO einrichten. Die NOWEDA e.G. hält die notwendigen Arzneimittel für alle in den Kammerbereichen Berlin und Brandenburg ansässigen Apotheken vorrätig und stellt eine kurzfristige Zurverfügungstellung an 365 Tagen im Jahr sicher. Alle Apotheken können diese Arzneimittel beziehen, auch wenn sie bisher keine Geschäftsbeziehung zur NOWEDA e.G. unterhalten.

Die Belieferung setzt voraus, dass sich die Apotheke im Vorfeld gegenüber der NOWEDA e.G. durch Vorlage der Apothekenbetriebserlaubnis legitimiert sowie ein SEPA Lastschriftmandat erteilt. Dafür sollten die Vordrucke in der Anlage genutzt und am besten gleich ausgefüllt werden, um „im Falle des Falles“ keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Alle weiteren Details und näheren Informationen zur Legitimation, Entnahme und Abrechnung entnehmen Sie bitte den Erläuterungen und Aushängen im Download auf dieser Seite.

Bitte informieren Sie Ihr Team über die Änderungen und hängen Sie die Übersicht gut sichtbar in der Apotheke aus. Die Aktualität des Aushangs wird auch regelmäßig bei Revisionen kontrolliert.

 

Tipps für die Praxis

Heften Sie die Apothekenbetriebserlaubnis am besten zusammen mit weiteren, jederzeit für jede Mitarbeiterin, jeden Mitarbeiter und interessierte Kundschaft einsehbaren Unterlagen und Informationen in einen Ordner, der im Handverkaufsbereich zugänglich ist (siehe dazu auch Rundschreiben 4/19 - Bereitstellung von Informationen nach § 20 Abs. 3 ApBetrO).

Weitere Informationen:

Kontrollieren Sie in diesem Zuge am besten auch die Vollständigkeit der restlichen direkt in der Apotheke vorrätig zu haltenden Arzneimittel. Dazu gehören alle im Merkblatt der AMK aufgeführten Arzneistoffe und Darreichungsformen sowie Opioide in transdermaler und transmucosaler Darreichungsform, die nicht kurzfristig und rund um die Uhr zu beschaffen und daher zusätzlich zu den Opioiden zur Injektion, zum Einnehmen sowie mit unmittelbarer Wirkstofffreisetzung vorrätig gehalten werden müssen. Mit diesem Vorrat sind Sie nicht nur für den Fall der Fälle, sondern auch gleich für die nächste Apothekenrevision bestens vorbereitet.

Zum Merkblatt der AMK

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