Arzneimittel werden oft von verschiedenen Ärzten verordnet. Meist kommen weitere, vom Patienten selbst erworbene Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel hinzu. Eine gute Anlaufstelle, die den Überblick über die gesamte Medikation behält, ist die Apotheke.

Die Apothekerkammer Berlin bildet Apothekerinnen und Apotheker zu sogenannten ATHINA-Apothekern fort. ATHINA steht für „Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken“. Dabei handelt es sich um eine spezielle Fortbildung, bei der Kenntnisse vermittelt werden, um strukturierte Medikationsanalysen durchführen zu können. Das Fortbildungskonzept wurde von der Apothekerkammer Nordrhein entwickelt und wird mittlerweile von zehn Apothekerkammern (Nordrhein, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin) angeboten.

Medikationsanalyse nach ATHINA

Bei einer Medikationsanalyse werden mit dem Patienten zwei Termine vereinbart. Zum ersten Termin bringt der Patient seine kompletten Arzneimittel in einer Tüte mit in die Apotheke. Die Apothekerin/der Apotheker führt ein Anamnesegespräch durch, erfasst systematisch alle Arzneimittel und überprüft auf mögliche Wechselwirkungen untereinander, mögliche Nebenwirkung, eventuelle Doppelmedikation, richtige Anwendung und Dosierung.

Beim zweiten Termin erhält der Patient einen übersichtlichen Medikationsplan und Informationen zu seinen Arzneimitteln. Die Apothekerin/der Apotheker macht Vorschläge, wie sich die Wirkung der Arzneimittel verbessern lässt, wie sich Nebenwirkungen vermeiden lassen und sogar, welche Arzneimittel nach Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden könnten.

Patienten profitieren von der Medikationsanalyse durch ein größeres Wohlbefinden und ein besseres Verständnis für ihre Medikation.

Eine Medikationsanalyse bedeutet für die Apotheke großen Aufwand und kann daher von der Apothekerin/dem Apotheker nur gegen eine angemessene Honorierung erbracht werden.

Weitere Informationen für Apothekerinnen und Apotheker

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