Veranstaltungsdetails

MAB-Nr. der Veranstaltung 9283
Titel Ärzte ohne Grenzen / Apotheker ohne Grenzen - Verantwortung im Angesicht der Katastrophe
Motivationstext Weltweit nehmen Katastrophen und bewaffnete Konflikte zu. Sie führen meist zum Zusammenbruch örtlicher Gesundheitseinrichtungen und gefährden das Leben vieler Menschen. Als humanitäre medizinische Nothilfe-Organisation setzt sich Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) für eine qualitativ hochwertige und effiziente Gesundheitsversorgung in den Ländern ein, in denen eine entsprechende medizinische Versorgung nicht mehr möglich ist. Je nach Bedarf leistet MSF Basismedizin/primary health z.B. in Flüchtlingslagern, bekämpft Epidemien, führt Impfkampagnen durch, betreibt Ernährungszentren für Mangelernährte, konzentriert sich auf die Mutter-Kind-Versorgung, bietet psychologische Hilfe an oder bildet lokale Mitarbeiter aus. Zudem werden Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Tuberkulose oder Kala-Azar behandelt. Oft steht auch die Versorgung von Verletzten im Zentrum der Nothilfe. Herr Dr. Michael Winter berichtet über die besonderen Herausforderungen der medizinischen Versorgung im Rahmen akuter und chronischer Katastrophen. In diesem Kontext sind die vorhandenen medizinischen Ressourcen üblicherweise deutlich limitiert. In der Nothilfe arbeiten auch Apotheker/innen, denn gerade in diesen Notsituationen sind Arzneimittelwissen und gute pharmazeutische Arbeit extrem wichtig. Die NRO „Apotheker ohne Grenzen Deutschland“ ist als pharmazeutische Hilfsorganisation spezialisiert auf die Arzneimittelhilfe, da die Planung und der Ablauf (u.a. Supply Chain-Management inkl. Verbrauchsanalyse, lokale Beschaffung) eines pharmazeutischen Katastropheneinsatzes eine ganz besondere Herausforderung darstellt. Die in einer Notsituation anzutreffenden Gesundheitsprobleme führen zu einem anderen Arzneimittelbedarf, weshalb speziell für Katastrophensituationen ein Arzneimittel-Kit (IEHK) entwickelt wurde. Es ist wichtig, die darin enthaltenen Arzneimittel gut zu kennen und auch zu wissen, welche Medikamente nicht benötigt werden, weil sie vor Ort nur Schaden anrichten. Die abgestimmte Zusammenarbeit des pharmazeutischen Personals mit den anderen Mitgliedern der Nothilfe-Gesundheitsteams ist wichtig für eine gute und schnelle Patientenversorgung. Die pharmazeutische Beratung hat einen besonderen Stellenwert, wenn mit Patienten anderer Kulturen und Menschen mit wenig Zugangsmöglichkeiten zu einer Schulbildung gearbeitet wird. Frau Dr. Vetye-Maler wird anhand von Fallbeispielen aus Einsatzsituationen konkrete Patientenfälle und Behandlungsmöglichkeiten mit dem Arzneimittel-Kit IEHK besprechen.
Datum von 22.05.2019
Datum bis 22.05.2019
Uhrzeit von 19:30 Uhr
Uhrzeit bis 21:00 Uhr
Alternativer Hinweistext Es handelt sich um einen Vortrag der Arzt-Apotheker-Kooperation: Handouts zu diesen Vorträgen, sofern sie der AKB von den Referentinnen bzw. Referenten zur Verfügung gestellt werden, finden Sie i.d.R. nach der Veranstaltung auf unserer Homepage unter www.akberlin/Fortbildung/Vorträge.
VA Ort Name Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Hörsaal
VA Ort Straße Robert-Koch-Platz 7
VA Ort PLZ 10115
VA Ort Berlin
Zielgruppen ---,Apotheker/in,Arzt/Ärztin,In der Ausbildung zur/m Apotheker/in,Pharmazieingenieur/in
Referent Frau Dr. Carina Vetye-Maler (Apothekerin, Apotheker ohne Grenzen e.V., Leitung Projekte Argentinien) und Dr. Michael Winter (Ärzte ohne Grenzen e.V.)
Moderator Herr Dr. Christian Heyde (Apotheker)
Gebühr 0,00
CPK-Punkte 2
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